Stephan Mayer

 Mit der Vespa in Griechenland zu Corona-Zeiten

Bildbericht von der Vespa-Tour im Juli 2020 über 1800 km

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Leeres Schiff am 2. Juli: mit der ersten möglichen Fähre nach der Grenzöffnung, kurz vor Igoumenitza

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Bepackte Vespa auf Lefkada - ein Freund meint dazu, ich solle doch die Marmelade von der Schwiegermutter nicht auch noch mitnehmen - ein anderer:  “Omnia mea mecum porto”

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Mikros Gialos auf Lefkada  (oben und unten)

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Ich war im Quartier der einzige Gast und im Ort und am Strand der einzige nicht-griechische Tourist

Die Grenzformalitäten bei der Anreise waren chaotisch aber sehr lax: 2 Tage vor Fähren-Abfahrt kam per Mail, dass zwingend im Internet ein Fragebogen ausgefüllt werden muß. Das war nicht einfach, weil neben vielem anderen auch nach der Straße vom nächsten Quartier gefragt wurde, aber in den meisten kleinen Orten in Griechenland gibts ja gar keine Straßennamen, ohne Angabe dazu gings aber nicht weiter bzw. musste man alles von Anfang an neu ausfüllen, bis ich auf die Idee gekommen bin, zu schreiben “kein Quartier gebucht”. Dafür waren im Aufzug der Fähre von Deck 2 zu Deck 9 nicht, wie nach Corona-Vorschrift, nur 4 Personen, sondern dicht gedrängt gleich 14. Und die vorgeschriebene Mund-Nasen-Masken-Pflicht wurde von den Reisenden und dem Schiffspersonal meist großzügig ignoriert.  -  Ich hab mich trotzdem nicht angesteckt !

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die Bucht von Mikros Gialos von oben

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unterwegs auf Lefkada  (oben und unten)

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Fähre von Lefkada nach Kephalonia

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drei Delphine neben der Fähre

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unterwegs auf Kephalonia, unten: Assos

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der Myrtos-Strand (oben und unten)

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der Myrtos-Strand (oben und unten), sogar einen Sonnenschirm (vorne links) hatte ich auf der Vespa dabei

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Kephalonia ist schon eine ganz besonders schöne Insel, wie eine Mischung aus tiefstem Wald, Hochgebirge und der Mani-Peloponnes , meist schöne breite kurvenreiche Straßen in bestem Zustand, dann wieder sehr schmale heftige Schlagloch-Wege, sehr einsam, freundliche Menschen  - und ich hab am 11. Juli früh um 4.30 h in der Morgendämmerung von Zola aus sogar den Kometen Neowise mit freiem Auge und Fernglas (Minolta 10x50) gesehen,  hell mit langem Staubschweif, bin extra aufgestanden

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der Strand Agios Kyriakos (oben und unten)

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Fähre von Kephalonia Poros nach Kyllini Peloponnes, weiter mit der Fähre von Patras nach Venedig, über Villach, Lammertal, Traunsee nach Hause

Auf der Hinfahrt an Deck der Fähre hab ich ein ganz sympathisches junges Paar aus Freiburg kennengelernt, beide gut aussehend, mit dem Fahrrad unterwegs, er gebürtig in Kephalonia, er hat mir viele gute Tips gegeben. 10 Tage später hab ich ihn auf einsamer Straße in Kephalonia zwischen Myrtos und Zola zufällig wiedergetroffen, war sehr schön.

Aufregend waren noch die Grenzformalitäten in Patras und Venedig bei der Aus- und Einreise:

In Patras gibt es bei der Grenzkontrolle zwei Linien, an der rechten Linie wurde ein bulgarischer LKW kontrolliert, von dem wird später die Rede sein. Linke Linie, direkt vor mir ein grosser griechischer Autotransporter, auf dem haben die Grenzer einen blinden Passagier gefunden, mit Handschellen abgeführt, ein kleiner schmächtiger Junge, ohne alles, nur mit Hemd, Hose und Schuhen, er hat so traurig und ängstlich geschaut ...

und in Venedig direkt am Ausgang der Fähre, hinter mir der besagte bulgarische LKW, wurde plötzlich alles gestoppt, keinerlei Auskunft, nur eindeutige Gesten vom Schiffspersonal, sich ja nicht dem großen Tor zu nähern, das Gerücht kam auf “zwei Tage Corona-Quarantäne für alle, Polizei ist schon unterwegs”, ... dauerte, ... dann nach ca einer Stunde kamen ca 15 Mann italienische Polizei in unterschiedlichen Uniformen, haben den bulgarischen LKW umstellt: Der darf nicht einreisen nach Italien, für alle anderen ging es dann nach ausgiebiger Befragung (woher - wohin “was, nach Österreich wollens mit der Vespa noch ?”) doch noch runter vom Schiff und weiter.

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die Vespa PX 200, Baujahr 2001, 9 kw / 12.3 PS, hat brav durchgehalten ohne Panne, km 30750 bis 32592, Danke

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siehe auch: mit der Royal Enfield auf Lefkada und Zakynthos

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